Der Kulturpreis „Schauer“ 2011 ging an Norbert Neugirg, Kommandant der „Altneihauser Feierwehrkapell’n“. Neugirg ist mit seinen Auftritten in ganz Bayern und darüber hinaus als „Oberpfalzrebell“ bekannt und erhielt die Auszeichnung in Anerkennung seines herausragenden Beitrags zur regionalen Kultur – insbesondere zur Pflege und Weiterentwicklung der bairischen Sprachkultur.
In seiner Dankesrede bezeichnete Neugirg den Schauer-Kulturpreis als große Ehre und bedankte sich mit gewohnt humorvoller Selbstironie: „Herzlichen Dank, dass Sie mich als Nicht-Waldler und Eingeborenen der vordersten Verteidigungslinie gegen die Franken im Norden der Oberpfalz auserkoren haben.“ In seiner Rede spielte er augenzwinkernd auf die verschiedenen Kriterien an, für die der Kulturpreis steht.
Zur „Kultur, die lachen macht“ bemerkte er:
„Ich bin dankbar dafür, dass mir ab und zu etwas einfällt, was andere zum Lachen bringt – wobei ich auf diesem Gebiet eher zu einer gewissen Trockenheit neige, was wir vom anschließenden Umtrunk nicht hoffen wollen.“
Zur „Kultur, die kritisch macht“ ergänzte er:
„Kritik oder Hinterfotzigkeiten verpackt der Bayer in Humor. Damit kann man vieles, was man eher nicht sagen sollte, doch sagen – zum Beispiel: Der Zellner ist im Reden gut, weil er’s gern und sonst nichts tut.“
Und zur „Kultur, die Werte macht“ stellte er trocken fest:
„Der Schauer ist nicht dotiert. Über Werte zu reden hat folglich in diesem Zusammenhang keinen Wert.“
Der Kulturabend wurde im Anschluss an die Preisverleihung durch einen eindrucksvollen Open-Air-Auftritt der Musik-Kabarett-Gruppe „Da Huawa, da Meier und I“ abgerundet und sorgte für einen stimmungsvollen Abschluss.